Friedensbildung
Das Bündnis „Schulfrei f.d. Bundeswehr! Lernen für den Frieden!“
setzt sich in Baden-Württemberg für die Stärkung der Friedensbildung an Schulen ein.
In Baden-Württemberg (BaWü) unterzeichnete im Jahr 2009 der damalige Kultusminister Helmut Rau (CDU) eine Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr, die im August 2014 modifiziert wurde. Auf dieser Grundlage erhielten Jugendoffizier*innen privilegierten Zugang in die Schulen, bieten ihre Besuche an und können offiziell in die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften eingebunden werden. Zudem tritt seit der Aussetzung der Wehrpflicht (2011) die Bundeswehr immer offensiver im öffentlichen Raum auf. Bis heute wirbt sie vermehrt mit Karriere-Trucks an Schulen, auf Messen, im Internet und z.B. bei Sportveranstaltungen sowie in Schüler*innen-Zeitungen.
Im Juli 2010 gründete sich schließlich die Kampagne „Schulfrei für die Bundeswehr!“, seit 2018 als Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr - Lernen für den Frieden!“ umbenannt. Landesweit getragen wird das Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr! Lernen für den Frieden!“ z.B. von der DFG-VK BaWü, von Ohne Rüstung Leben (ORL), der Pressehütte Mutlangen, Pax Christi BaWü, der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion und weitere, z.B. vom Heidelberger Friedensratschlag.
Von der Kampagne zu Bündnis - Aktivitäten
Das Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr. Lernen für den Frieden“ klärt mit vielfältigen Aktionen über die Militarisierung der Gesellschaft am Beispiel Schule in Baden-Württemberg auf. Dazu stellt es Hintergrundmaterial zur Verfügung und unterstützt gleichzeitig Schüler*innen, Lehrer*innen, Referendar*innen, Eltern und Friedensgruppen mit Materialien, die sich gegen den Einsatz von Jugendoffizieren an ihrer Schule wehren wollen. So werden Schulen dazu ermutigt, sich als militärfreie Zonen zu erklären und somit der Bundeswehr den Zutritt zu verwehren.
Das Bündnis setzt sich für Verankerung von Inhalten zum Thema zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Menschenrechte in den Lehrplänen ein. Hierzu arbeitet sie eng mit der Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg zusammen (https://km.baden-wuerttemberg.de/de/schule/schulartuebergreifend/servicestelle-friedensbildung)
Weitere Infos: http://www.schulfrei-für-die-bundeswehr.de/kampagne-schulfrei-fuer-die-bundeswehr-lernen-fuer-den-frieden/
Auch in anderen Bundesländer gibt es ähnliche Bündnisse, die zusammenarbeiten.
Eine Zusammenstellung findet sich unter http://www.xn--schulfrei-fr-die-bundeswehr-s3c.de/zum-thema/
Und was machen wir in Heidelberg?
Wir sind vor allem in der landesweiten Vernetzungs- und Lobbyarbeit aktiv.
Aber wir sind auch durchaus auch in der Öffentlichkeit Heidelbergs präsent, etwa bei der Plakataktion „Krieg war gestern. Heute erklären wir Frieden.“
Foto: Ulrich Wohland

